Heiliger Ibis

Ach, Du heiliger Bimbam! Schwarzweiss und so heilig – der Heilige Ibis!

Höchst authentische Fotos des Heiligen Ibis – Sacred Ibis – Threskiornis aethiopicus

Heilige Ibisse sind Vögel aus der grossen Familie der Ibisse und Löffler.

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Ein Heiliger Ibis im Chobe National Park im Norden Botswanas

Der heilige Ibis im alten Ägypten der Pharaonen.

Seinen Namen bekam dieser schwarzweisse Ibis, weil er von den alten Ägyptern der Pharaonenzeit – wie verschiedene andere Tiere auch – als Kult heilig verehrt wurde.

Dabei war der Ibis das heilige Tier von Thot, dem ägyptischen Gott des Wissens. Der Vogel mit dem krummen Schnabel wurde in ganz Ägypten des Altertums verehrt. Ausgräber fanden unzählige Ibismumien in Gräbern. Sie wurden meist zu mehreren in Töpfen beigesetzt, die mit Weiheformeln beschriftet waren.

Ja, ja, so war’s in der guten alten Pharaonenzeit – das haben wir selber zwar nicht erlebt, aber an verschiedenen Ausgrabungsstätten südlich von Kairo, wie zum Beispiel in Sakkara, nachvollziehen können!

Nur… an den Ufern des Nils und im angrenzenden Fruchtland sind die Heiligen Ibisse mittlerweile längst ausgestorben.

Während unserer acht Ägypten-Reisen hatten wir zwar geglaubt, zahllose Ibisse gesehen zu haben. Im Nachhinein hat sich dann aber heraus gestellt, dass es sich stets um die zierlichen Kuhreiher gehandelt hatte. Aber… Kuhreiher heissen auf Latein Bubulcus ibis – so ganz verkehrt haben wir also doch nicht gelegen!

Die Verehrung der schwarzweissen Ibisse gehört zu den Geheimnissen der Pharaonenzeit!

Heiliger Ibis

Heilige Ibisse zusammen mit Braunen Sichlern – entdeckt am Okawango im Caprivistrip von Namibia

Heilige Ibisse, von uns in Namibia und Botswana fotografisch abgeschossen.

Die meisten Heiligen Ibisse leben heute im südlichen Afrika, wo wir sie auch fotografieren konnten. Einige Populationen von ihnen wohnen aber auch im Nahen Osten und zwar im Irak und Iran, also genau dort, wo wir nicht wohnen möchten!

Heiliger Ibis

Heilige Ibisse in Futter-Gemeinschaft mit Braunen Sichlern – am Okawango im Caprivistrip von Namibia

Subtropische Feuchtgebiete wie Sümpfe und Moore sind die bevorzugten Lebensräume der heiligen Ibisse. Unsere absolut authentischen Ibis-Fotos sind tatsächlich an den feuchten Uferwiesen der Flüsse Okawango und Chobe während einer ausgedehnten, selbst organisierten Safari durch die wildreichsten Gebiete Namibias und Botswanas weit im Süden des Schwarzen Kontinents entstanden.

Heiliger Ibis

Die heilige Dreifaltigkeit  im feinen Gegenlicht abgeknipst… Heiliger-Ibis – Seidenreiher – Silberreiher

Das kleine vogeltechnische Einmaleins der Heiligen Ibisse!

Ganz schön gefrässig sind die Spezies der Heiligen Ibisse, sie sind unentwegt dabei im schlammigen Wasser zu stochern und was an Kleingetier nicht schnell genug davonflitzen kann, wird erledigt und landet im krummen Schnabel.

Heilige Ibisse verspeisen so gut wie alles, was in passender Größe zu erbeuten ist. Dazu gehören neben Fischen und Krebstieren auch Würmer, Eier, Reptilien, Amphibien, Schnecken und Insekten. Aber auch Aas scheint für Heilige Ibisse ein echtes Leckerlie zu sein.

Die Beute der Heiligen Ibisse wird watend und mit stocherndem Schnabel im flachen Wasser gesucht, darum haben wir diese hochheiligen Tiere hier auf unserer Website auch bei den Wat-, Schreit- und Stelzvögeln einsortiert – die waten immer so schön!

Der hoch heilige Steckbrief der Heiligen Ibisse:

  • Familie – Ibisse und Löffler Threskiornithidae
  • Unterfamilie – Ibisse Threskiornithinae
  • Gattung – Threskiornis
  • Art – Heiliger Ibis
  • Wissenschaftlicher Name – Threskiornis aethiopicus

Heilige Ibisse können bei einem Gewicht von etwa anderthalb Kilo bis zu 75 cm gross werden, ihre Flügelspannweite beträgt bis zu 124 cm. Der Kopf, Schnabel, Hals und die Beine dieses Bimbam-Vogels sind schwarz, die Flügel weiss mit einigen schwarzen Federn an den Flügelspitzen. Der Schnabel ist lang und krumm nach unten gebogen.

Diese spezifischen Details sind auf unseren Fotos recht deutlich zu erkennen – enjoy!

Heilige Ibisse sind Vögel aus der grossen Familie der Ibisse und Löffler.

Heiliger Ibis

Zwei Heilige Ibisse in Botswana am Chobe River bei der Nahrungssuche

Migration von Heiligen Ibissen in die europäischen Habitate ist unerwünscht.

Seit Jahren wird in Europa eine heftige Migrations-Debatte über Flüchtlinge aus akuten Kriegs- und Krisengebieten geführt, die aufgrund populistischer Übertreibungen von weit rechts aussen oft aus dem Ruder läuft.

Nur wenigen Menschen ist allerdings geläufig, das wir speziell in Frankreich und in den Niederlanden tatsächlich ein erhebliches Zuwanderungs-Problem mit Heiligen Ibissen als Migranten haben. Es geht dabei um inzwischen grosse Ibis-Kolonien, die von Gefangenschafts-Flüchtligen aus Zoologischen Gärten besonders im Süden und Westen Frankreichs gegründet wurden.

Aufgrund ihrer unermesslichen Gefrässigkeit vernichten diese Heiligen Ibisse ohne jedwelche Scham die Lebensgrundlagen für viele einheimische Kleintiere und seltene Vögel, wie z. B. verschiedene, auch so schon bedrohte, Arten von Seeschwalben.

Die Naturschützer sind alarmiert, hier muss eindeutig gegen gesteuert werden.

Heiliger Ibis

Ein einzelner Heiliger Ibis inmitten eines ganzen Verwandten-Geschwaders Brauner Sichler

Heilige Ibisse sind Vögel aus der grossen Familie der Ibisse und Löffler.

Spannende Fotos von sechs weiteren Ibis- bzw. Löffler-Arten erwarten Sie hier:

Die Ibisse oder Sichler sind Vögel mit langen, gebogenen Schnäbeln.

6 Antworten zu Heiliger Ibis

  1. Juhlke schreibt:

    Inzwischen auch auf Mallorca anzutreffen. Letzte Woche 02.09. -09.09.2016 auf dem Golfplatz in Pollenca mehrfach gesehen.

  2. U.Tettenborn schreibt:

    Stimmt es, dass in Baden-Württemberg jemand Waldtrappen (Ibis) nachgezüchtet hat, welche schon 500 Jahre ausgestorben sein sollen ?

  3. steinhudefotos schreibt:

    Tut uns leid, haben wir noch nicht davon gehört!

  4. Lampe schreibt:

    Habe viele heilige Sichler, Seidenreiher und Silberreiher gesehen in der Poebene im Juni 2018

  5. kram schreibt:

    Rudi
    im August über 100 stck inder Poebene beobachtet.

  6. LJUBICA schreibt:

    Im Bergischem, Much seit gestern auf privaten Grundstück ansässig, überhaupt nicht menschenscheu auf der Suche nach Nahrung. In unserer Gegenwart verspeiste er einen mittelgroßen Frosch.

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