Reiherenten

Die Reiherente ist unsere häufigste Süßwassertauchente.

Die Reiherente – lat Aythya fuligula – gehört auch als Tauchente natürlich zur ganz grossen Familie der Entenvögel. Tapfer tauchen sie zur Nahrungsaufnahme bis zu einer Wassertiefe von immerhin vierzehn Metern.

reiherenten

Ein Reiherenten-Pärchen auf unserem Hotelpool auf der Nordseeinsel Texel – links der Erpel und rechts die Henne

Damit gehören Reiherenten eindeutig zu den Tauchenten und gelten wiederum als häufigste Tauchente im gesamten Süßwasserbereich unserer mitteleuropäischen Heimat.

Dieses hübsche Reiherenten-Pärchen schwamm uns direkt vor der Terrasse unseres angenehmen Hotels in De Koog auf der Vogelinsel Texel in Nordholland vor die Kameralinse. Applaus!

Reiherente

Männliche Reiherente – unterwegs auf der eiskalten Mittelweser

Reiherenten haben wir aber auch schon mehrfach auf der Mittelweser nahe unserer Heimat beobachten können. Auch treten sie manchmal im Winter am Westufer des Steinhuder Meeres in Ersccheinung.

Leider sind sie anfangs nicht so recht in Ufernähe gekommen, um so richtig schöne Reiherenten-Porträtfotos schiessen zu können. Also… sind sie Scheuenten, oder was?

Reiherenten

Weibliche Reiherenten

Holle, Holle, Holle… das Erkennungszeichen der Reiherenten.

Der Kopf des Reiherenten-Erpels ist schwarz, glänzt am Licht grünlich-violett und trägt eine fesche, stark ausgeprägte Holle. Sein weisser Bauch ergibt dazu einen starken Kontrast zu den schwarzen Oberfedern.

Die Augen leuchten bei beiden Reiherenten-Geschlechtern in einem kräftigen Gelb.

Weibliche Reiherenten weisen im Gegensatz zu ihren männlichen Pendants nur eine kurze Holle – so heisst der witzige Federschopf am Hinterkopf der Enten – auf.

Reiherenten

Eine ganze Flotille Reiherenten auf der Mittelweser

Auf unseren nachfolgenden Fotos gut zu erkennen ist der lange, herabhängende Büschel oder Federschopf – ornithologisch korrekt Holle – am Hinterkopf der männlichen Reiherenten, diese nennt man sicher – wie bei den überwiegend auftretenden Stockenten auch – Erpel.

Der Name der Reiherenten wird genau von dieser Holle, dem sogenannten Reiherschopf hergeleitet. Mit den handelsüblichen Reihern, die bekanntlich ja zu den Wat-, Schreit- und Stelzvögeln gehören, pflegen Reiherenten aber keine verwandschaftliche Beziehungen und sind mit ihnen auch nicht verschwägert.

Reiherenten

Leider etwas weit entfernt – ein Geschwader Reiherenten

Auf unseren Gewässern sind Reiherenten häufige Durchzieher oder Wintergast. Ihre wichtigsten Überwinterungs-Gebiete in Mitteleuropa liegen an der westlichen Ostsee von Mittelschweden bis Dänemark, in den Niederlanden, in Norddeutschland, Südbayern sowie in der Schweiz.

Unsere Aufnahmen stammen aus Niedersachsen von der Mittelweser zwischen Stolzenau und Schlüsselburg – geschossen an zwei klirrend kalten Wintertagen im Januar und im März.

Reiherenten

Die witzigen Büschel am Kopf der männlichen Reiherenten sind gut zu erkennen.

Reiherenten tauchen bis zu einer Tiefe von immerhin vierzehn Metern.

Reiherenten in der Wissenschaft… ohne die Ornithologen läuft hier gar nichts! Aber wer bitte soll sich das alles merken können, oder gar auswendig lernen?

  • Ordnung – Gänsevögel Anseriformes
  • Familie – Entenvögel Anatidae
  • Unterfamilie – Anatinae
  • Tribus – Tauchenten Aythyini
  • Gattung – Aythya
  • Art – Reiherente
  • Wissenschaftlicher Name – Aythya fuligula
  • Englischer Name – Tufted Duck

Reiherenten sind verhältnismäßig kleine, kompakte Enten mit kurzem Schnabel und auffällig rundem Kopf. Sie sind bei uns in Mitteleuropa recht weit verbreitet, obwohl sie eigentlich eher aus Ost- und Süd-Mitteleuropa stammen.

Körperlänge – zwischen 40 und 47 Zentimeter
Flügelspannweite – etwa 72 Zentimeter
Gewicht – Männchen 1.000 Gramm, Weibchen 850 Gramm
Gelegegrösse – sechs bis vierzehn Eier
Brutbestand in Deutschland – ca. 11.000 bis 16.000 Reiherenten-Paare

Als bekennende Fleischfresser ernähren sich Reiherenten von Muscheln und Schnecken, Steckmücken-Larven – sehr anständig – sowie anderen Insekten. Eher selten vergreifen sie sich auch an Samen von Wasserpflanzen. Und wer frisst dann die ganze, so eiweiss- und stärkereiche Entengrütze?

Vierter Advent 2013 – an der Weser in Nienburg… ungemütlich kalt!

Reiherenten Erpel

Reiherenten Erpel auf der Mittelweser am Nienburger Hafen

Bei für uns ungemütlichem Wetter scheinen sich Reiherenten ganz besonders wohl zu fühlen. So habe ich sie hier auf der Weser im hübschen Städtchen Nienburg/Weser kurz vor Weihnachten beobachten können und selbst dabei gebibbert.

Jetzt sind die Reiherenten doch etwas besser getroffen, da von dichter bei abgeknipst!

Reiherente weiblich

Eine stolze weibliche Reiherente auf der Mittelweser

Wie man auf dem nachfolgenden Foto gut erkennen kann, fliegen Reiherenten auch, sie schwimmen und tauchen also nicht nur.

Dabei sind sie flink wie Windhunde der Lüfte und – weil sie auch noch klein sind – schwer auf den Speicherchip der Digicam zu bannen.

Reiherenten im Fluge

Reiherenten im Fluge im Naturschutzgebiet Rhäden bei Obersuhl in Hessen 

Diese leider nur suboptimale Aufnahme als Ausschnitt der Original-Datei gelang uns aus sehr weiter Entfernung im Vogelschutzgebiet Obersuhl nahe der Werra in Osthessen.

Spannende Fotos von weiteren Enten-Arten sehen Sie in unserer grossen Enten-Parade:

Enten – immer wieder nett zu beobachten und zu… fotografieren!

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