Ibisse und Löffler

Ibisse oder Sichler sind Vögel mit langen, gebogenen Schnäbeln – die Löffel der Löffler sind dagegen gerade.

Aber… sie gehören zur gleichen Familie der Ibisse und Löffler. Die Wissenschaft muss es ja wissen und sagt zu ihr auf lateinisch… Threskiornithinae.

‚Die Ibisse de Kranikus‘ – so haben wir als recht aufsässige Schüler die bekannte und schwer auswendig zu lernende Ballade ‚Die Kraniche des Ibykus‘ von Friedrich von Schiller aus dem Jahre 1797 verballhornt.

So ein Quatsch, Kraniche bieten wir hier in der Kranich-Abteilung und… jetzt sind erst einmal die Ibisse dran! Dabei sind Ibis und Sichler dasselbe, die Löffler gehören auch noch zur Sippe!

Älter und  weiser geworden, zeigen wir hier recht ordentliche Fotografien von immerhin sieben verschiedenen Arten von Ibissen und Löfflern, die auf Lateinisch-zugenbrecherisch Threskiornithinae heissen:

  • Brillen-Sichler – leben in Nordamerika und heissen dort White-faced Ibis.
  • Heiliger Ibis – schwarzweiss und heilig, heilig – der Heilige Ibis!
  • Löffler – sehen sie europäische Löffler sowie die afrikanischen Schmalschnabel-Löffler.
  • Molukken-Ibis – auf dem Vogelhorst nahe Melbourne-Williamstown.

Diese so verschiedenen Vögel aus der Sippe der Ibisse haben wir – je nach Art und Sorte – im südlichen Afrika, in Nordamerika bzw. den Molukken-Ibis im noch weiter entfernten Australien, kennengelernt.

Nur der europäische Löffler kam uns auf der holländischen Insel Texel vor die Kamera-Linse.

Schon bei meinen achtmaligen Besuchen und Abenteuerreisen in Ägypten hatte ich geglaubt, dort jede Menge Ibisse gesehen zu haben. Aber ich denke, ich habe sie mit den auf den dortigen Feldern im Fruchtland häufig auftretenden Kuhreihern verwechselt.

Brauner Sichler – eine Sichel ist nichts dagegen.

Die Farbgebung macht’s und das Erkennungszeichen als Ibis ist der lange, gebogene Schnabel.

Brauner Sichler

Ein Brauner Sichler beobachtet aufmerksam seine Umgebung

Brillen-Sichler – White-faced Ibis – Plegadis chihi

Ibisse von der Art der Brillen-Sichler leben in Nordamerika und zwar gerne.

Brillen-Sichler

Ein Brillen-Sichler sichelt im Wasser nur so vor sich hin

Hagedasch-Ibis – am Kwando River im Caprivi-Streifen von Namibia.

Namen gibt’s, was?

Hagedasch-Ibis am Ufer des Kwando im Norden Namibias

Hagedasch-Ibis am Ufer des Kwando im Norden Namibias

Heiliger Ibis – schwarzweiss und heilig, heilig – der Heilige Ibis!

Der Heilige Ibis wurde im Altertum von den alten Ägyptern als heilig verehrt, dort gibt es jetzt aber gar keine Heiligen Ibisse mehr. Sie leben in Afrika sämtlichst südlich der Sahara.

Heiliger Ibis

Heiliger Ibis

Löffler – können prima löffeln und Ibisse sind sie auch noch!

Auch diese interessante Vogelart mit dem breiten Löffelschnabel gehört zur Familie der Ibisse und Löffler – Threskiornithinae.

Löffler

Ein Löffler im Naturschutzgebiet Waagejot auf der Insel Texel

In Mitteleuropa sind Löffler oder Löffelreiher – wie sie auch genannt werden – ausgesprochen selten anzutreffen, wir haben sie mit unserer neugierigen Kamera auf der westfriesischen Insel Texel an der holländischen Nordseeküste entdeckt.

Löffler – hier sehen Sie zwei verschiedene Löffler-Spezies!

Der unten abgebildete afrikanische Schmalschnabel-Löffler schritt uns als echter Schreitvogel Ciconiiformes in Botswana vor die Linse.

Viele weitere erstklassige Löffler-Fotos bietet unsere Unterseite – Löffler

Löffler - der löffelt immer so schön

Ein Schmalschnabel-Löffler im Chobe National Park, Botswana

Molukken-Ibis – auf dem Vogelhorst nahe Melbourne-Williamstown

Diesen, dem Heiligen Ibis sehr ähnlichen Vogel, habe ich auf einem grossen Horst in einem Teich nahe der Pazifikküste von Williamstown, einem Vorort der Millionenstadt Melbourne im fernen Australien, mit meiner Kompakt-Kamera erwischt.

Die spannende Story seiner Entdeckung lesen sie auf der Unterseite Molukken-Ibis.

Molukken-Ibis

Molukken-Ibis im fernen Ausstralien

Allen Ibissen gemein ist der – eigentlich – überlange, stets gebogene Schnabel. Ein gutes Erkennungszeichen für uns Menschen und für Ibisse eine Topphilfe bei der Nahrungssuche.

Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe weiterer verschiedener Ibisse, die überwiegend in tropisch warmen Regionen auf unserem Erdball verstreut leben. Sogar in Europa sind sie – als Flüchtlinge aus Tierparks – in Frankreich zum Brüten heimisch geworden.

Wat-, Schreit- & Stelzvögel – grössere Vögel mit langen Beinen!

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