Ein Goldfasan?

Scheue Fasanenvögel Phasianus colchicus – in der freien Natur fotografiert.

Goldfasanen sind es nicht, die wir hier zeigen. Aber diese von uns abgebildeten Jagdfasane gehören zumindest zu den Edelfasanen der Sorte Phasianus. Oh, wie schön das zu wissen!

Jagdfasan

Ein männlicher Jagdfasan in den Dünen auf Terschelling an der holländischen Nordseeküste

Fasan, Jagdfasan oder auch nicht – bei uns heisst der Hahn eben… Goldfasan!

‚Der Goldfasan ist der männliche Fasan, er sieht – wie viele Männer – einfach umwerfend aus!‘

Na, gut – so hatten wir es aus unserer Kinderzeit bis jetzt hierher gerettet. Aber gut gebildete Ornithologen haben uns klar nachgewiesen, dass wir auf dem falschen Dampfer waren und dass es sich bei den hier abgebildeten farbenprächtigen Fasanen nur um männliche Jagdfasane handelt.

O.k., wir sehen es ja ein. Auch haben wir versprochen, auf dieser kleinen Website nicht absichtlich falsch Zeugnis reden zu wollen! Und hier kommt seine echte Familien-Saga:

Ordnung – Hühnervögel Galliformes
Familie – Fasanenartige Phasianidae
Gattung – Edelfasanen Phasianus
Art – Fasan
Wissenschaftlicher Name – Phasianus colchicus

Körperlänge Hahn – 70 bis 90 Zentimeter, incl. des bis zu 60 cm den langen Schwanzes.
Körperlänge Henne – 55 bis 70 Zentimeter incl. einer Schwanzlänge von bis zu 25 cm.
Gewicht Hahn  1,4 und 1,5 kg –  Gewicht Henne 1,1 und 1,4 kg.

Als überwiegende Fruchtfresser besteht der Speiseplan der Jagdfasane meistens aus diversen Sämereien. Gern werden von ihnen aber auch unterirdische Pflanzenteile wie Knollen, Zwiebeln und Wurzeln ausgebuddelt und vertilgt.

Der Jagdfasan ist ein äußerst scheues Tier und lebt gerne im Verborgenen, deshalb ist er auch von geduldigen Fotografen wirklich nur schwer vor die Linse zu bekommen.

‚Ach, Du mein Goldfasan!‘

Züchter verstehen unter Goldfasan eben eine ganz besondere Spezies an Fasanen, die durch Zucht oder Inzucht unglaublich exotisch und farbenprächtig aussehen.

Diese zeigen und beschreiben wir hier eigentlich nicht, weil sie so in der freien Natur nicht vorkommen und… wir ja auf Vogelfotos in Freiheit spezialisiert sind.

Angeblich soll es im fernen Engeland tatsächlich auch eine Population an freilebenden Goldfasanen geben. Aber… deren Vorfahren waren einfach aus einem Zoo ausgebüxt!

Ganz unten weichen wir von unseren Prinzipien ab – wir sind ja keine Prinzipienreiter – und zeigen den hochgezüchteten ‚echten‘ Goldfasan, gefangen in einer Voliere. Wer macht so etwas?

Jagdfasan

Ein männlicher Jagdfasan in der der vollen Pracht seines herrlich farbigen Federkleides

Fotos, Fotos, Fotos, diesesmal… zwei Glücksschüsse in der freien Natur!

Zoologisch hört der Fasan auf den lateinischen Namen Phasianus colchicus, aber… normalerweise hört der Fasan überhaupt nicht, sondern läuft lieber schnell weg!

Vielleicht hat dieser pfiffige Hühnervogel spitz gekriegt, dass es viele Feinschmecker gibt, die auf Fasanenbraten stehen und Jäger mit der lustvollen Aufgabe betrauen, ihn abzuschiessen!

Weiblicher Fasan

Ein weiblicher Fasan am Feldrand auf der dänischen Insel Lolland

Bei weitem nicht so hübsch, wie der – männliche – Goldfasan zeigt sich das weibliche Pendant. Zum Glück für uns Männer ist das bei den Menschen meistens genau umgekehrt.

Neugierig ist diese Fasanenfrau, aber... ständig zur Flucht bereit.

Neugierig ist diese Fasanenfrau, aber… ständig zur Flucht bereit.

Fasanenvögel entdeckt und… mit der neugierigen Kamera abfotografiert!

Diese Fasanen leben – bestimmt sehr glücklich – in den Ländereien des Gutes von Schloss Aalholm bei Nysted auf der dänischen Insel Lolland – immerhin waren mehr als zwanzig weibliche Fasane zu beobachten.

Und jetzt kommt der Hahn, auch der dazugehörige männliche Jagdfasan liess sich blicken.

Goldfasan bei Schloss Aalholm in Dänemark

Männlicher Jagdasan bei Schloss Aalholm in Dänemark

Als der Jagdfasan den Fotografen erblickte, nahm er dann allerdings Reissaus – natürlich zu Fuß, denn fliegen wäre sicher viel, viel anstrengender gewesen.

Goldfasan auf der Flucht

Der männlicher Jagdfasan auf der Flucht – Feigling!

Jagdfasane Phasianus colchicus …einige wissenswerte Daten und Fakten.

Was sein muss, muss sein, oder… wie man in Norddeutschland sagt: ‚Watt mutt, dat mutt!‘

Ein bisschen Vogelwissenschaft für echte Vogelspezies – kurz und gratis serviert!

Uns interessieren die ornithologischen Feinheiten ja nicht weiter, aber als Tribut an die Vogelfreunde, die es etwas genauer wissen wollen, folgen hier noch einige wissenswerte Angaben zu Fasanen:

Die bei uns in Mitteleuropa lebenden Fasane sind meistens Mischformen verschiedener Unterarten des Jagdfasans. Echt spannend, was? Haben wir ja auch abgeschrieben!

Oben zeigen wir also den Colchicus-Typ und am Schluss unseres Beitrags den Torquatus-Typ, dessen Hähne einen weißen Halsring und einen grauen Bürzel besitzen. Dieser ist, wenn überhaupt, in unseren Breiten etwas häufiger zu beobachten.

Ganz klar ist auf alle Fälle, dass alle Fasanen einschliesslich aller Unterarten zu den

  • Bodenvögeln – im Wald und auf der Heide… manchmal auch in der Wüste!

gehören – meistens treiben sie sich tatsächlich am Boden herum, verstecken sich dazu gerne und fliegen – wenn überhaupt – nur sehr niedrig.

Unter den Bodenvögeln sind die Fasanen wiederum bei den Hühnervögeln – zu denen hier bei uns auch Perlhühner, Pfauen, Namaflughühner und Frankoline gehören – angesiedelt, von denen wir ja anderorts ausführlich einschliesslich eklusiver Fotos berichten.

Hier komm nun endlich der ‚echte‘ Goldfasan – in einer Voliere eingesperrt!

Der 'echte' Goldfasan in einer Voliere in der Nordheide

Der ‚echte‘ Goldfasan in einer Voliere in der Nordheide

Das ist nicht die Freiheit, die wir meinen – Goldfasane wehrt Euch!

Dieser hübsch anzusehende, hochgezüchtete ‚echte‘ Goldfasan lebt in der Unfreiheit. Gemeinsam mit mehreren Leidensgenossen und einigen Pfautauben haben wir ihn in einer Voliere vor einem netten Hotel in der Nordheide vor den Toren Hamburgs entdeckt.

Eigentlich knipsen wir ja nur Vögel in der freien Natur. Hier machen wireinfach mal eine Ausnahme, weil auf unserer kleinen Website immer wieder nach dem hochgezüchteten ‚echten‘ Goldfasan gesucht wird.

Unsere Meinung… gebt den Goldfasanen schnellstens die Freiheit und erfreut Euch an der freien, manchmal glücklicherweise noch etwas wilden Natur!

Bodenvögel – im Wald und auf der Heide… manchmal auch in der Wüste!

Hühnervögel oder hühnerartige Vögel – ein weites biologisches Feld!

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